Paraguay News

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Hier finden Sie aktuelle News aus Paraguay und Südamerika.

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Hier werden Sie täglich die neuesten News aus Paraguay und Südamerika finden. Wir werden auch drum bemüht sein ihnen hier verschiedene Auswanderungsberichte zur verfügung zu stellen, um ihnen Paraguay und wichtige Informationen näher bringen zu können.

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Aktuelle News:


2007-01-31-09:44:26

Russland eröffnet Botschaften in Guatemala und Paraguay

MOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti). Die russische Regierung Russlands hat beschlossen, Botschaften in Guatemala und Paraguay zu eröffnen.

Wie RIA Novosti am Dienstag vom Pressedienst des Kabinetts erfuhr, habe Premier Michail Fradkow eine Verfügung über eine entsprechende Initiative des Auswärtigen Amtes unterschrieben, die zuvor mit den zuständigen föderalen Exekutivorganen vereinbart worden ist.

Damit wurde das Außenministerium beauftragt, das Aufgebot des Botschaftspersonals in Guatemala und Paraguay sowie ihre Stellenpläne vorschriftsmäßig zu bestimmen.

Laut Dokument werden die neuen Botschaften ab dem Jahr 2007 aus dem föderalen Haushalt finanziert. Diese Ausgaben gehören zum finanziellen Bedarf des ausländischen Apparats des russischen Außenministeriums.


2007-01-30-13:11:28

Ecuador: Bananenexporte an EU fallen infolge des neuen Tarifsystems

Ecuadors Bananenexporte an die EU sind um 3% gesunken

Ecuadors Bananenexporte an die EU sind um 3% gesunken, seit der 27-Mitglieder-Block vor einem Jahr ein neues Tarifsystem annahm, berichtete die ecuadorianische Tageszeitung El Comercio am Freitag.

Der Anteil der ecuadorianischen Bananenexporte an die EU-Märkte sankt auch, sagte der Bericht. Von letztem November bis Januar exportierte Ecuador 954.700 Tonnen Bananen an die EU, was für 24,6% der Importe des Blocks verantwortlich war, also 3,8% geringer als 2005. Während der Anteil der Bananenexporte aus Ecuador und anderen lateinamerikanischen Nationen sinkt, erreichte der Anteil der Bananen aus Ländern in der afrikanischen, karibischen und pazifischen (ACP) Gruppe 21,7% 2006, 1,4% mehr als im Vorjahr, sagte El Comercio.

Die EU gibt Bananen aus Ländern in der ACP-Gruppe bevorzugten Zugang. ACP-Bananen kommen innerhalb einer jährlichen Quote von 775.000 Tonnen zollfrei auf den EU-Markt, aber die ecuadorianischen Exporteure müssen 176 Euro Zoll für jede Tonne Bananen zahlen, die in den Block exportiert wird.


2007-01-30-12:54:01

EU-Inspekteure nehmen Arbeit auf

In Paraguay beginnen heute Inspekteure der Europäischen Union mit der Überprüfung mehrere Schlacht- und Tiefkühlhäuser. Falls die Kontrollen positiv ausfallen, könnten die Fleisch-Exporte in die EU wieder aufgenommen werden, teilte der Vorsitzende der Ländlichen Vereinigung, Alberto Soljancic, mit.

Neben den Frigorificos werden auch einige Viehzuchtbetriebe sowie Niederlassungen der SENACSA inspiziert. Dabei soll überprüft werden, ob die Verbesserungs-Vorschläge der letzten Kontroll-Kommission erfüllt worden sind.

Insbesondere wurden eine umfassende Rückverfolgung von Maul- und Klauenseuche-Erkrankungen, eine effektivere Impfung und strengere Hygiene-Vorschriften in den Schlacht- und Fleischverarbeitungsanlagen gefordert.


2007-01-29-20:26:02

Umwelt-Skandal am Paraguay-Fluss

Der gesunkene Lastkahn der Firma UABL

Gestern ist auf dem Paraguay-Fluss ein Lastkahn mit 130-tausend Litern Diesel gesunken. Der Diesel-Treibstoff läuft aus und verschmutzt das Wasser.

Das Transportunternehmen UABL versuchte zunächst den Unfall zu vertuschen. Erst neun Stunden nach Untergang des Frachters wurde die Staatsanwaltschaft über den Vorfall benachrichtigt. Noch am späten Abend waren die Hilfskräfte im Einsatz, um die Diesel-Fässer zu bergen.

Laut Presseangaben ist am Fluss-Ufer in der Nähe von Itá Enramada bereits ein Diesel-Teppich.


2007-01-29-20:21:51

Erster Fall von Maul- und Klauenseuche

Erster Fall von Maul- und Klauenseuche

In der Umgebung der bolivianischen Stadt Santa Cruz wurde bei einem Rind Maul- und Klauenseuche festgestellt. Kurz nach Bestätigung der Erkrankung am Freitag wurden sämtliche Fleischexporte gestoppt.

Der Ort, an dem die Tierseuche aufgetreten ist, liegt etwa 260 Kilometer von der paraguayischen Grenze entfernt. Die Anden-Gemeinschaft hat den grenzüberschreitenden Handel mit Rindfleisch und Milchprodukten sofort ausgesetzt.

SENACSA-Leiter Hugo Corrales

Laut dem SENACSA-Leiter, Hugo Corrales, sei der Viehbestand in Paraguay bisher nicht betroffen. Die Kontrollen an der Grenze zu Bolivien seien jedoch verstärkt worden. Mi Grenzgebiet zu Bolivien gebe es wenige Viehherden. Erst ab der Estancia La Patria sei der Viehbestand größer.

Ein Einschleppen der Krankheit aus Bolivien sei daher praktisch unmöglich. Jedoch würden auch an der Grenze bei Pozo Hondo vermehrt Kontrollen durchgeführt werden. Sämtliche Viehtransporte seien untersagt, bis die Lage im Nachbarland unter Kontrolle sei.


2007-01-29-20:16:12

Venezuela weist Anschuldigungen zurück.

Venezuela weist Anschuldigungen zurück.

Der venezolanische Botschafter, José Huerta, hält es nicht für ausgeschlossen, dass die sozialistische Links-Politik seines Landes den politischen Kurs in Paraguay beeinflussen könne. Aber er sicherte erneut zu, dass die Regierung von Hugo Chávez sich weder in innere Angelegenheiten Paraguays noch in die eines anderen latein-amerikanischen Landes einmischen werde.

Laut Huerta hätten heutzutage die Bevölkerung und sozialpolitische Organisationen mehr Gewicht in der politischen Willensbildung und müssten von den Regierungen stärker berücksichtigt werden. Er versicherte weiter, dass keine politische Bewegung in Paraguay von Venezuela unterstützt werde.

Diese Aussage machte Huerta in Bezug auf Gerüchte, dass die venezolanische Regierung die Oppositions-Bewegung von Fernando Lugo unterstütze. Auf dem Mercosur-Gipfel hatte Staatspräsident Duarte Frutos Venezuela vor einer Einmischung in die Politik in Paraguay gewarnt.


2007-01-27-18:06:46

Investieren in Paraguay

IAV informiert über Geschäftsmöglichkeiten im Herzen des Mercosur

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(IAV, 29.06.2006) Die Möglichkeiten, die Paraguay als Investitionsstandort im Herzen des Mercosur und des südamerikanischen Kontinents bietet, sind nur wenig bekannt. Das Land, das etwas größer als Deutschland ist, verfügt über riesige Energieressourcen aus Wasserkraft. Pro Kopf ist deshalb Paraguay größter Stromexporteur der Welt und die Einnahmen aus diesem Bereich sind gleichzeitig eine zentrale Stütze für den Staatshaushalt. In der südamerika-nischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur weist das Land mit Abstand die niedrigsten Energiekosten auf: Sie betragen gerade einmal ein Viertel der Kosten im benachbarten Brasilien. Außerdem ist Paraguay reich an fruchtbarem Agrarland und an unterirdischen Wasserreserven. Bei den Zuwachsraten ölhaltiger Nutzpflanzen belegt das Land weltweit den dritten Platz. Gleichzeitig ist es einer der fünf größten Soja-Exporteure der Welt.

Die strategisch sehr günstige geographische Lage des Landes spiegelt sich in der Verkehrsanbindung wieder. Das Wasserstrassen-Netzwerk der Flüsse Paraguay und Paraná ist vergleichbar mit dem des Mississippi und verbindet 5 Länder zu durchaus konkurrenzfähigen Transporttarifen. Die Schiffbarkeit beträgt 2.422 km. Entlang der gesamten Strecke von Nord nach Süd sind Hauptstädte und wichtige Häfen gelegen. Daneben existiert ein Netzwerk von allerdings nicht immer optimal instand gehaltenen inländischen und internationalen Schnellstraßen zu den Produktions-, Vertriebs- und Konsumzentren der gesamten Region. Die Autobahnverbindung zwischen dem Atlantischen und Pazifischen Ozean führt ebenfalls durch Paraguay.

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Paraguays Bevölkerung ist mit rund 5,6 Mio. Menschen relativ klein. Dagegen ist die Wachstumsrate hoch: 70% der Paraguayer sind jünger als 30 Jahre. Die Armut konnte zwar in den letzten Jahren verringert werden, befindet sich trotzdem weiter auf einem relativ hohen Niveau. Dafür sind die Lebenshaltungskosten extrem niedrig: Die Hauptstadt Asunción gilt nach eine Untersuchung von Mercer Human Resource Consulting inzwischen als „billigste“ Großstadt der Welt. Ethnische, religiöse oder rassische Konflikte sind in diesem Land Südamerikas unbekannt. Insgesamt gibt es etwa 120.000 deutschstämmige Paraguayer, darunter 30.000 Mennoniten. Viele von ihnen haben durch Fleiß und Eigeninitiative in der Landwirtschaft und im Handel Karriere gemacht. Ein Doppelbesteuerungsabkommen und ein Vertrag über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen zeugen von harmonischen Beziehungen zu Deutschland.

Im Jahr 2006 erreichte Paraguay ein BIP-Wachstum von knapp 3%. Für das laufende Jahr wird eine leichte Be-schleunigung des Wirtschaftswachstums auf 4% erwartet. Die Landwirtschaft ist mit einem Anteil von rund 27% am BIP wichtigster Wirtschaftszweig und Arbeitgeber. Handel und Finanzen sind mit 19% am BIP beteiligt und die verarbeitende Industrie mit 14,5%. Der Agrarsektor ist für fast zwei Drittel der Exporterlöse verantwortlich. Soja und Sojamehl liegen bei den Ausfuhren an der Spitze, gefolgt von Fleisch. Paraguay ist Gründungsmitglied der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur und könnte in einem zukünftigen gemeinsamen Markt zu einem zentralen Produktionsstandort werden. Derzeitig gibt es jedoch in Argentinien und Brasilien für paraguayi-sche Produkte immer noch Einfuhrhemmnisse. Die Präsidenten der beiden großen Nachbarländer haben aber auf dem letzten Mercosur-Gipfeltreffen eine Verringerung dieser Probleme angekündigt.

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Die Regierung ist sich im klaren darüber, dass die Rechtssicherheit gerade auch im Interesse einer stärkeren ausländischen Investitionstätigkeit verbessert werden muss. Es gibt aber eine Reihe von Faktoren, die ein Direkt-engagement in Paraguay attraktiv machen könnten. Der gesetzlicher Mindestlohn liegt bei umgerechnet rund US$ 210 im Monat. Der Mehrwertsteuersatz von 10% ist mit Abstand der niedrigste in der gesamten Region, einschließlich Chile. In Paraguay existiert auch keine Einkommenssteuer. Neben einer niedrigen Steuerlast, nied-rigen Energiekosten und einem niedrigen Lohnniveau gibt es verschiedene staatliche Investitions- und Produkti-onsanreize, wie z.B. das Maquila-Programm, das Investitionsförderungsgesetz (Gesetz 60/90) und das Freihan-delszonen-Regime.

I. Maquila-Programm

Es handelt sich dabei um ein exportorientiertes System. In den Binnenmarkt dürfen max. 10% des Exportvolu-mens des Vorjahres geliefert werden. Voraussetzung ist ein Vertragsverhältnis zwischen einem ausländischen Unternehmen und der Maquiladora in Paraguay. Für den Import von Produktionsgütern, Rohstoffen, Teilen und Komponenten aus Nicht-Mercosur-Ländern gibt es umfangreiche Zollvergünstigungen bzw. -befreiungen. Erfor-derlich ist grundsätzlich ein regionaler Mercosur-Zulieferungsanteil von 40% bis 2008, von 50% von 2009-2014 und von 60% ab 2014, um die Importzollbefreiung in Anspruch nehmen zu können. Dazu sind aber Sonderrege-lungen beim Fehlen nationaler Produktion oder im Falle „unzulänglicher“ nationaler Produktion aus qualitativer und / oder quantitativer Sicht möglich. Erhoben wird lediglich eine 1%ige Maquila-Steuer.

Im Rahmen des Maquiladora-Programms hat das brasilianische Unternehmen Mega Plásticos im Mai 2006 die Produktion von Plastikfolien in Paraguay aufgenommen. Insgesamt wurden US$ 20 Mio. in das Werk in Ciudad del Este investiert. Die Exporte gehen in die Mercosur-Länder sowie nach Chile, Venezuela, Ecuador und die USA. Die Wahl des Standortes wurde vom Geschäftsführer des Unternehmens, Fernando Assad Barrak, mit den vielen Vorteilen begründet, die Paraguay im „Maquiladora“-Sektor anbietet. Mega Plásticos könne jetzt vom Preis her sogar mit asiatischen Produkten konkurrieren. Für 2007 seien Erweiterungsinvestitionen von US$ 10 Mio. vorgesehen. Ebenfalls in Ciudad del Este hat sich vor kurzem im Rahmen des Maquiladora-Programms ein brasi-lianischer Sportartikelhersteller niedergelassen. In nur zwei Jahren ist somit der Lohnveredelungssektor zu einer der dynamischsten Branchen Paraguays geworden. In den ersten fünf Monaten 2006 realisierten die in Paraguay ansässigen Maquiladora-Unternehmen Exporterlöse in Höhe von US$ 20,9 Mio. Das war das Dreifache der Aus-fuhreinnahmen des Gesamtjahres 2005. Bis Ende des Jahres 2006 wird ein Anstieg der Exporte des Sektors auf mehr als US$ 50 Mio. erwartet.

II. Investitionsförderungsgesetz Nr. 60/90

Durch dieses Gesetz begünstigte Investitionen können in unterschiedlicher Form vorgenommen werden: Geld, Finanzierung, Güter, Rohstoffe und Vorprodukte, Transfer von Technologie (Warenzeichen, Designs und Indust-rieprozesse), Beschaffung von Maschinen sowie technische und Experten-Dienstleistungen. Investoren, die die Vorteile des Gesetzes Nr. 60/90 nutzen wollen, sollten beitragen zur Steigerung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen im Lande, zur Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen, zur Förderung von Export und Import und zum Technologietransfer, um die Gewinnung von Rohstoffen, den Qualifikationsgrad der Arbeitskräfte und die Weiterverarbeitung und die Nutzung nationaler Ressourcen zu verbessern.

Investitionen werden u.a. in folgenden Bereichen gefördert. Industrie, Bergbau und Steinbrüche, Wasserwirt-schaft, Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Biotreibstoffe, Transport, Lagerhaltung, Ban-ken und Versicherungen, Wissenschaft, Gesundheit, Radio, Fernsehen und Presse, Bildung, Telekommunikation, Einkaufszentren, Tourismus und Rentensysteme.

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Die Investitionsanreize umfassen u.a. eine vollständige Steuerbefreiung bei Gesellschaftsgründungen und Kapi-talerhöhungen, bei der Ausgabe, Zeichnung und Übertragung von Rechtstiteln oder Aktien, bei der Übertragung von Eigentum der Gesellschafter sowie bei der Ausgabe, dem Kauf und Verkauf von Obligationen und Schuldver-schreibungen und sonstigen festverzinslichen Wertpapieren von Gesellschaften und Unternehmen. Weitere Vor-teile sind der Erlass von 95% der Einkommenssteuer von 1,5% für 5 Jahre, Vorzugs-Bankkredite oder andere Finanzierungen für 5 Jahre sowie die freie Überweisung von Dividenden und Gewinnen ins Ausland, falls die Person nicht im Lande wohnt. Eine Ausweitung der Vorteile auf 10 Jahre ist möglich, wenn die Investition in ge-förderten Entwicklungsgebieten stattfindet.

In den ersten fünf Monaten 2005 wurden nach Angaben des zuständigen Ministeriums für Industrie und Handel im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes Nr. 60/90 Projekte im Gesamtwert von umgerechnet US$ 145 Mio. genehmigt. Davon entfielen 53,5% auf Auslandsinvestitionen.

III. Freihandelszonen

Es handelt sich um „Gebiete des Paraguayischen Territoriums, die durch die Regierung als Freihafen autorisiert sind, unter Aufsicht der Steuerbehörden und unter staatlicher Kontrolle, reguliert durch das Gesetz Nr. 523.“ Zu den Vorteilen gehören: zollfreie Importe, niedrige Transportaufwendungen, günstige Produktionskosten, Steuer-befreiungen, lange Steuerzahlungsfristen bei der Nationalisierung bzw. unkomplizierter Re-Export ohne Nationali-sierung. Nicht wenige Maquiladora-Unternehmen haben sich in den Freizonen niedergelassen, um die Vorteile beider Systeme zu nutzen.


2007-01-27-13:46:03

Mercosur-Gipfel mit Warnungen vor Aus beendet

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Der Mercosur hat einen herben Rückschlag erlitten. Das 32. Gipfeltreffen des südamerikanischen Handelsverbandes ging am Freitag im brasilianischen Rio de Janeiro ohne konkrete Ergebnisse in den wichtigsten Punkten zu Ende. Vor allem die Kontroversen um die Ungleichgewichte zwischen den Volkswirtschaften der Mitgliedsländer des gemeinsamen Marktes des Südens überschatteten das Treffen.

Der uruguayische Präsident Vásquez forderte mehr Flexibilität von den größeren Mitgliedsländern und warnte, der Mercosur sei zum Tode verurteilt, wenn er es nicht bald gerechtere Handelsbedingungen gebe. Uruguay hatte zusammen mit Paraguay die Ungleichgewichte zwischen ihren kleinen Volkswirtschaften und denen der anderen drei Vollmitglieder, Brasilien, Argentinien und Venezuela beklagt. Sie forderten deshalb erneut erfolglos unter anderem mehr Spielraum zur Unterzeichnung bilateraler Freihandelsabkommen mit Ländern anderer Weltregionen.

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In der Schlusserklärung bezeichneten die Teilnehmer die Reduzierung der Handelsasymmetrien immerhin als "zentrales Ziel" der künftigen Arbeit. Der Marktzugang für die Exportprodukte der kleineren Länder müsse erleichtert werden, heißt es. Die Präsidenten Da Silva (Brasilien), Kirchner (Argentinien) und Chávez (Venzuela) sprachen sich für mehr Integration aus. Eine Reihe von Vergünstigungen wurden erwogen, den kleineren Ländern allerdings am Ende mehrheitlich nicht eingeräumt.

Brasiliens Präsident kritisierte in Rio die egoistische Haltung einiger Mercosur-Mitglieder. Trotz aller Probleme will sich der Mercosur in Zukunft nicht nur auf Wirtschafts- und Handelsfragen konzentrieren, sondern auch gesellschaftspolitisch wirken. Dazu wurde in Rio eine soziale Integration angekündigt. (apa)


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